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Licht-Wissen und -Verstehen

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Beleuchten

Die Licht- oder Beleuchtungstechnik als Basis

Die Licht-Technik ist ein Werkzeug zum Gestalten von Licht. Sie ist hilfreich beim Planen und beim Beurteilen einer Beleuchtung.

Die wichtigsten Begriffe und ihre Verknüpfung

Basis ist nicht die phsyikalische Leistung einer Lichtquelle, sondern die physiologische Helligkeitsempfindung des menschlichen Auges

   

 

Lichtstrom: entspricht der Ausgangsleistung einer Lichtquelle nach allen Seiten über den Bereich des sichtbaren Spektrums
  Lichtstärke: entspricht der Ausgangsleistung einer Lichtquelle in einer definierten Richtung über den Bereich des sichtbaren Spektrums
Masseinheit: Lumen   Masseinheit: Candela
Bezeichnung: v   Bezeichnung: v
Kurzzeichen: lm   Kurzzeichen: cd
daraus abzuleiten: lm/W, die erzielte Lichtleistung pro Watt   daraus abzuleiten: cd/m2 (sieh Leuchtdichte)
Anwendung: Bewertung einer rundumstrahlenden Lampe   Anwendung: Bewertung einer gezielten Lichtquelle (entspricht ca. 12.56 lm), siehe auch Steradian

 

  Raumwinkel: 1 Einheit umschliesst auf einer Kugel mit 1 m Radius eine Fläche von 1 m2, entsprechend ca. 1/12 der Kugeloberfläche (siehe auch Lichtstärke)
  Masseinheit: Steradian(t)
  Bezeichnung:
  Kurzzeichen: sr

Leuchtdichte: Verhältnis der ausgestrahlten Lichtstärke zur Grösse der bestrahlten Fläche     Beleuchtungsstärke: die auf ein Objekt fallende Lichtmenge; der Neigungswinkel in welchem das Licht auf die Fläche fällt, ist massgebend für die erzielte Beleuchtungsstärke. Die Raumbeleuchtungsstärke ergibt sich aus dem Quotienten von Horizontal- und Vertikal-Beleuchtungsstärke.

Masseinheit: cd/m2   Masseinheit: Lux
Bezeichnung: L   Bezeichnung: E

kein Kurzzeichen   Kurzzeichen: lx
      entspricht: lm/m2
Anwendung: massgebend für den Helligkeitseindruck, welcher im Auge erzeugt wird (u.a. Blendung)   Anwendung: einer der am meisten gebrauchten Begriffe bei der Bewertung von Beleuchtungen
 
Reflexion: der auf eine Fläche aufprallende Lichtstrahl wird im gleichen Winkel nach aussen reflektiert. Massgebend ist auch die Beschaffenheit der Oberfläche (matt absorbiert einen Teil des Lichtes, glanz reflektiert stark)   Reflexionsgrad p: zeigt den von einer Fläche reflektierten Lichtanteil auf. Er ist ein wichtiger Bestandteil der Beleuchtungs-Planung.

 

 


Blendung: Direktblendung Die durch eine Lichtquelle direkt erfolgende Blendung des Auges   Stroboskopischer Effekt: bei niedrigen Frequenzen der Lichtquelle-Ausstrahlung (z.B. bei 60Hz) und bei schnellen Bewegung der Augen wird ein Flimmern wahrgenommen.
Moderne elektronische Vorschaltgeräte arbeiten mit viel höheren Frequenzen, die nicht mehr wahrgenommen werden

Indirektblendung die durch die Reflexion einer angestrahlten Fläche erfolgende Blendung   Farbe und Beschaffenheit der Oberflächen (Tische, Tastaturen u.a.) haben einen grossen Einfluss

Schattigkeit: Das Auge benötigt Kontraste zwischen "hell" und "dunkel", um nicht zu ermüden gute Schattigkeit schafft Strukturen und Kontraste; sie erlaubt das Sehen in die Tiefe   tiefe oder keine Schattigkeit verwischt die Kontraste und ermüdet das Auge ("Lichtbrei"), da Einzelheiten kaum wahrgenommen werden hohe Schattigkeit überbetont die Kontraste und ermüdet ebenfalls, da das Auge zu viel arbeiten muss

 

 

Einige wichtige Werte von Beleuchtungsstärken

Natürliches Licht ca. Lux
Sonniger Sommertag 100'000
bedeckter Sommertag 20'000
Vollmond-Nacht 0.25
Sternklarer Himmel 0.001

 

Beleuchtung

ca. Lux

Verkaufsgeschäfte 400 - 1000
Büro-Arbeitsfläche und Umgebung 400 - 700
Wohnraum 100 - 300
Kerzenlicht auf 1 m 1

Und hier finden Sie die wichtigsten Beleuchtungsstärken für viele Anwendungen

 

Mehr Lichtwissen über die Technik der Beleuchtung:

Das Buch „Licht und Beleuchtung"

gibt auf rund 400 Seiten einen umfassenden Ueberblick über dieses faszinierende Thema, mit vielen Bildern und Beispielen, so dass aktive Lichtgestaltung ermöglicht wird.

Einblick in das Buch

Verknüpfung der Formeln

Bezeichnung
Zeichen
Name
Kurzzeichen
Formel
Lichtstrom
v
Lumen
lm
1 lm
=
1sr x 1cd


Raumwinkel
Steradian
sr
1 sr
=
1 m² (Fläche)
1 m² (Radius²)


Lichtstärke
v
Candela
cd
1 cd
=
1 lm
1 sr


Leuchtdichte
L
Keine eigene Bezeichnung
1 cd
1 m²
=
1 lm
1 sr x m²


Beleuchtungsstärke
E
Lux
lx
1 lx
=
1 lm =
1 m²
=
1 sr x 1 cd
1 m²

Verknüpfung zur Seite Voraussetzungen der Beleuchtung (Fortsetzung dieser Seite)